Geschichte des Joseph-Bauer-Hauses  
 

Geschichte des Joseph-Bauer-Hauses

Das Joseph-Bauer-Haus in der Dürkheimer Straße in Käfertal-Süd wurde am 1. April 1985 eröffnet. Mit damals mehr als hundert Plätzen war das Haus Heimat für Seniorinnen und Senioren aus der ganzen Region.

Porträtfoto von Monsignore Franz Völker 
Monsignore Franz Völker

 Gekrönt wurde die Eröffnung des vorbildlich ausgestatteten Heimes von der Tatsache, dass der langjährige Caritasrektor und Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Mannheim Monsignore Franz Völker mit Beginn seines Ruhestandes selbst in ein Appartement im Joseph-Bauer-Hauses einzog. In den folgenden Jahren kümmerte sich Franz Völker liebevoll als Seelsorger um das Wohl der Bewohner und prägte die Atmosphäre im Haus mit seiner liebevollen und aufmerksamen Art maßgeblich mit.

Eine entscheidende Funktionsänderung erfuhr das Joseph-Bauer-Haus im Jahr 1996, als mit der Einführung der Pflegeversicherung der Wandel vom Altenheim zum Pflegeheim endgültig vollzogen wurde. Die Altenheimplätze wurden aufgelöst, dafür 140 Heimplätze geschaffen, die den Ansprüchen moderner Pflege entsprechen. Zehn der zur Verfügung stehenden Plätze sind Kurzzeitpflegeplätze.

Der EIngangsbereich des Joseph-Bauer-Hauses: davor grüne Bäume und Büsche
Der Eingangsbereich des Joseph-Bauer-Hauses 

Wer war Joseph Bauer?

Der Namensgeber des Joseph-Bauer-Hauses war Prälat in Mannheim und seine Geschichte ist eng mit der katholischen Kirche Mannheims verbunden.

Joseph Bauer wurde am 4. Dezember 1864 in Dühren bei Sinsheim geboren uns starb am 6. Juni 1951. Sein Herzensanliegen war die Sorge um seine Mitmenschen.

1888 wurde er in St. Peter im Schwarzwald zum Priester geweiht. Ein Jahr später kam er nach Mannheim in die untere Pfarrei, wo er innerhalb seiner fünf Jahre als Kaplan das Vertrauen seiner Gemeindemitglieder und der Mannheimer erwarb. 1985 wurde ihm die obere Pfarrei übertragen. 1902 wurde er zum ersten Stadtdekan und zum Vorsitzenden des Gesamtstiftungsrates der römisch-katholischen Gesamtkirchengemeinde Mannheim ernannt.

Um die Jahrhundertwende wuchs Mannheim stark an, so dass neue Pfarrgemeinden gegründet wurden: Heilig Geist, die Liebfrauenkirche, Herz Jesu, St. Joseph, St. Franziskus, St. Bonifatius, St. Peter, St. Nikolaus, Maria Hilf und St. Theresia wurden von Prälat Bauer mit ins Leben gerufen. Er gründete außerdem das katholische Jugendheim, das Waisenhaus St. Anton, das Wohnheim St. Clara, das Luisen-Stephanien-Haus, das Bumiller-Stift St. Josef sowie das Theresienkrankenhaus und die St. Hedwig-Klinik. Für sein vielfältiges karitatives Wirken hat man ihn vielfach geehrt. So wurde er zum Geistlichen Rat, Päpstlichen Hausprälaten, Ehrendomkapitular, Apostolischen Protonotar und Ehrenbürger der Stadt Mannheim ernannt.

Winterlandschaft mit Schnee: Der Garten und Innenhof mit Teich, dahinter das Joseph-Bauer-Haus.
Auch im Winter lädt der Garten zum Spazieren ein